Erläuterungen zur Covid-19 Maßnahmenverordnungen


Verschärfungen ab dem 31. Oktober 2020


GASTRONOMIE:

  • Für Gastronomiebetriebe gelten 6 Personen an einem Tisch und max. 6 minderjährige, dazugehörende Kinder egal ob indoor oder outdoor
  • bei mehr als 50 tatsächlich zur Verfügung stehenden Plätzen benötigt der Betrieb einen COVID-19 Beauftragten und ein Präventionskonzept.
  • an der Sperrstunde ändert sich nichts.
  • nach der Sperrstunde darf innerhalb eines Radius von 50 Metern um den Betrieb kein Alkohol mehr konsumiert werden.
  • der Konsum von Speisen und Getränken im Freien bei Würstelständen, Kebab-Ständen, Punsch- und Gastronomieständen im Sinne der Gelegenheitsmärkte §10c ist auch im Stehen erlaubt (gültig ab Sonntag 0 Uhr)



VERANSTALTUNGEN:

Für Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze gelten indoor 6 pax und outdoor 12 pax. Zusätzlich 6 minderjährige Kinder von diesen Personen, sowie die zur Durchführung der Veranstaltung notwendigen Personen. In einer Veranstaltungsstätte dürfen mehrere Veranstaltungen parallel stattfinden, sofern keine Durchmischung der Personen stattfindet.
Ob die Aufzählung im Gesetz: Hochzeitsfeiern, Weihnachtsfeiern und Geburtstagsfeiern so zu verstehen ist, dass diese Arten von Veranstaltungen automatisch immer unter diese Kategorie fallen, ist nach wie vor nicht zu 100% geklärt.
Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen gelten indoor 1.000 pax und outdoor 1.500 pax. Bei einer Dauer bis zu 3 Stunden darf nur Wasser ausgeschenkt werden. Bei einer Dauer von mehr als 3 Stunden dürfen Speisen und Getränke ausgegeben werden. Sollte das Essen ein kennzeichnender Teil der Veranstaltung sein, dürfen auch bei kürzerer Dauer Speisen und Getränke ausgegeben werden.

Es gilt weiterhin die Sperrstunde lt. Gastronomie

VO 455 betrifft alles andere:

ALLGEMEIN:

  • 1 Meter Abstand im Freien
  • Beim Betreten von öffentlichen Orten ist immer ein MNS zu tragen.

Was ist ein Covid-19 Beauftragter und wann brauche ich diesen?

Der Covid-19 Beauftragte muss vom Veranstalter gestellt werden und ist für die Kontrolle der Umsetzung des Präventionskonzeptes verantwortlich. Benötigt wird dieser mit 31. Oktober 2020 bei Veranstaltungen schon ab 6 Personen indoor und 100 Personen outdoor.

Der Covid-19 Beauftragte ist nicht dafür verantwortlich, auch tatsächlich durchzusetzen, dass alle Anwesenden die Regeln einhalten; er ist lediglich dazu verpflichtet, entsprechend umsichtig für die Einhaltung zu sorgen (Hinweise, Aufklärung, ...) und persönlich wahrgenommene Missstände abzustellen (z.B. Aufforderung die Veranstaltung zu verlassen, wenn Regeln – also Hausordnung – nicht eingehalten werden). Wichtig ist die Dokumentationspflicht um sich abzusichern.

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Welche Veranstaltungen sind von der Lockerungsverordnung betroffen?

Betroffen sind alle Veranstaltungen egal ob sie anmeldepflichtig sind oder nicht, davon ausgenommen (und daher nicht an Personengrenzen gebunden) sind:

  • politische Veranstaltungen
  • religiöse Veranstaltungen
  • Demonstrationen
  • Berufliche Zusammenkünfte, wenn diese zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeit (z.B. Hauptversammlung) notwendig sind
  • Vereinstreffen
  • Private Feiern im eigenen Haushalt

Hier gilt es für die Öffentlichkeit und auch die Regierung klar zu unterscheiden, welche Veranstaltungen unter den entsprechenden Auflagen durchgeführt werden müssen und welche nicht. Immer wieder passiert es derzeit, dass „Veranstaltungen“ negative Schlagzeilen in den Medien machen, besonders weil sie nicht professionell und den notwendigen Auflagen entsprechend durchgeführt wurden.

Was ist ein Präventionskonzept und wann brauche ich eines?

Das Präventionskonzept muss vom Veranstalter in Abstimmung mit der jeweiligen Location erstellt werden und ist bei Veranstaltungen ab 6 Personen indoor und ab 12 Personen outdoor zwingend vorgeschrieben. Ansonsten muss es bei den stichprobenartigen Überprüfungen vor Ort aufliegen. Hier finden Sie eine Vorlage, die bei der Erstellung behilflich ist. Gerne steht die EVE GmbH auch für eine Kompletterstellung zur Verfügung.

Veranstaltungen, die ein Präventionskonzept benötigen, müssen mind. 4 Wochen vorher bei der zuständigen Behörde eingereicht werden (in Wien die MA15/MA36-V, in den Bundesländern bei den jeweiligen Bezirksverwaltungsbehörden).

Derzeit gibt es noch keine Einigung, wer diese Verfahren prüft und wie diese geprüft werden. Weiters sieht die Verordnung als Ausweg den Fall vor, dass die zuständige Gesundheitsbehörde das Konzept ablehnen kann, wenn sie personell nicht für eine Kontaktpersonennachverfolgung ausgelegt ist (Entsprechende Tracing Methoden zur Unterstützung werden daher unserer Meinung nach ausdrücklich empfohlen).

Catering

Für das Catering bei einer Veranstaltung gelten grundsätzlich die Regeln aus der Gastronomie: Erlaubt ist das Konsumieren nur im Sitzen und 6 Personen an einem Tisch. Sperrstunde für alle ist 1:00 Uhr früh. Verwendung des Mund-Nasen Schutzes müssen nicht nur Kellner sondern auch Gäste wieder tragen, außer sie haben ihren Sitzplatz eingenommen. Das persönliche Platzieren ist hier nun weggefallen – die Klärung ob dies im Veranstaltungsbereich auch so umzusetzen ist, steht noch aus. Ein Barbetrieb ist grundsätzlich erlaubt. Die Konsumation von Speisen und Getränken an einer Bar ist nicht erlaubt.

Welche Mindestabstände gelten aktuell und wann benötige ich
einen Mund-Nasen-Schutz?

Es gilt 1 m Abstand im Freien. MNS ist ab dem Betreten des Veranstaltungsortes sowie auf den Sitzplätzen durchgehend zu tragen. Der Inhaber der Betriebsstätte muss prüfen ob ein Ausnahmefall (z.B. kein Tragen eines MNS) vorliegt. Dies hat mittels Bestätigung eines Arztes nachgewiesen zu werden.

Fach- und Besuchermessen

Fach- und Besuchermessen unterliegen keinen Personenbeschränkungen und müssen 2 Wochen im Vorfeld mit einem Präventivkonzept angemeldet werden. Vorträge im Rahmen von Messen unterliegen jedoch wiederum der geltenden Höchstgrenzen nach der Lockerungsverordnung.